Im Hinblick auf die Konditionierung und Verwertung von Kunststoffabfällen wird zwischen drei verschiedenen Arten unterschieden:

  • Werkstoffliches Recycling
  • Thermische Verwertung
  • Deponie

Während die Deponierung von Abfällen grundsätzlich abzulehnen ist, wird im Rahmen der thermischen Verwertung (=Verbrennen der Abfälle) zumindest ein Ersatzbrennwert und demzufolge ein energetischer Nutzen generiert.

Den Begriff Recycling verdient jedoch ausschließlich das Vorgehen im Sinne des werkstofflichen Recyclings, wobei aus Kunststoff-Abfall als Feedstock des Recyclingvorgangs letzten Endes wieder dasselbe oder ein ähnliches Produkt hergestellt wird, das es vor der Entsorgung durch den Konsumenten bereits war.

Wie in der Grafik ersichtlich ist die derzeitige Situation in Europa immer noch sehr stark ausgerichtet auf thermische Verwertung sowie Deponie. Derzeit werden europaweit nur ca. 6% der in Umlauf gebrachten Kunststoffe werkstofflich recycelt, während in den meisten Staaten die Quote der thermischen Verwertung ungleich höher ist. Darüber hinaus sind insbesondere die neuen EU-Mitgliedsstaaten mangels Sammel- und Konditionierungssysteme sowie veritabler Recycler immer noch zu sehr auf die Deponierung angewiesen.

Die Europäische Kommission hat sich aus diesem Grund entschlossen, diesem unbefriedigenden Zustand unmittelbar den Kampf anzusagen: die momentan vorgeschriebene Sammel- und Verwertungsquote für alle Mitgliedsländer der Europäischen Union von 22,5% aller in Umlauf gebrachten Kunststoffe soll kurzfristig auf ca. 45% verdoppelt werden. Langfristig ist das erklärte Ziel ‚2020‘ der Kommission, eine gesamteuropäische Steigerung der Recyclingquote auf mindestens 70% der in Umlauf gebrachten Kunststoffe zu erreichen.

Grafik Recycling Rate

Quelle: Consultic / www.plasticseurope.org

 

Dabei durchlaufen die Kunststoff-Abfälle diverse Prozesse wie Konditionierung (Zerkleinerung, Sortierung), Reinigung (Waschprozess, Trockenreinigung), Trocknung sowie Regranulierung (Aufschmelzung durch Extrusion und Produktion von linsenförmigem Granulat), mit dem Ziel, aus dem erzielten Rezyklat wieder Produkte für den täglichen Gebrauch herstellen zu können.

Ecoplast unterstützt die Vermeidung, Minimierung und Wiederverwendung als erste drei Schritte und klare Prioritäten der Recycling-Pyramide.

Den als nächstbeste Lösung vorgesehenen Weg des werkstofflichen Recyclings gegenüber der thermischen Verwertung und insbesondere der Deponierung von Kunststoffabfällen abzugrenzen, ist unser klares Ziel.