Sekundärrohstoffe als Basis für die Herstellung von Qualitäts-Neuprodukten

Dass Kunststoff-Abfälle wieder zu jenen Produkten werden können, welche sie bereits einmal waren, ist gleichermaßen unsere Grundidee wie unser größtes Ziel. Dazu leisten wir mit der Verwertung von ca. 28.000 Tonnen an Polyethylen-Abfällen jährlich und deren Recycling zu hochwertigen Rezyklaten einen wertvollen Beitrag. Rezyklate sind wiederverwertete Kunststoffe aus sogenannten Post Consumer-Abfällen. Dies sind Kunststoffe, welche bereits mindestens einmal nach Ihrem Gebrauch im Rahmen eines Haushalts- oder Gewerbeabfalls entsorgt wurden. Die Erzeugung von Sekundärrohstoffen bzw. Rezyklaten wird mithilfe eines aus mehreren Schritten bestehenden Produktionsprozesses durchgeführt, wobei der Prozessschritt des Heiß- oder Kaltwaschens eine wichtige Unterscheidung zwischen der Herstellung von Rezyklaten (mit Waschvorgang heiß oder kalt) und Regranulaten (ohne Waschvorgang) darstellt.

Die von uns erzeugten Rezyklate erlauben es unseren Kunden, in den allermeisten Fällen wieder dieselben oder ähnliche Produkte herzustellen, die sie vor der Entsorgung bereits einmal waren. Das schließt den tatsächlichen Recyclingkreis.

 

Wie hoch ist die Kunststoff-Produktion?

Weltweit werden jährlich rund 120 Millionen Tonnen Kunststoffe produziert. In Österreich kommen pro Jahr mehr als 1 Million Tonnen Kunststoffe zum Einsatz, davon mehr als 220.000 Tonnen als Verpackung.

Ein Kubikmeter Kunststoff, also z.B. ein Würfel aus Kunststoff mit der Kantenlänge von 1 Meter, wiegt ca. 1 Tonne. Die jährliche Welt-Kunststoffproduktionsmenge entspricht also 120 Millionen solcher Würfel, die, aneinandergereiht, eine Strecke von dreimal um die Erde ergeben.

Woraus bestehen Kunststoffe?

Kunststoffe (auch “Polymere” genannt; griech.: poly = viel, meros = das Teil) sind hochmolekulare organische Verbindungen. Als organische Verbindungen bezeichnet man solche Stoffe, die in erster Linie aus Kohlenstoff und Wasserstoff, Stickstoff und Sauerstoff aufgebaut sind.

Kunststoffe werden entweder durch Abwandeln hochmolekularer Naturstoffe (Holz, Kautschuk, Cellulose) oder durch chemische Aneinanderreihung niedermolekularer Grundbausteine (sog. “Monomere”; griech.: mono = ein) durch verschiedenartige chemische Reaktionen hergestellt. Demgemäß unterscheidet man zwischen abgewandelten Naturstoffen (z.B. Celluloseester) und synthetischen Kunststoffen (z.B. Polyethylen, Polypropylen). Die synthetischen Kunststoffe sind verbreiteter und vielfältiger. Die Vielfältigkeit erklärt sich aus der großen Zahl von Möglichkeiten bei der Auswahl monomerer Bausteine (z.B. Ethylen, Propylen) und den verschiedenen Arten der Aneinanderlagerung zu hochmolekularen Ketten.

Durch die Beigabe verschiedener Zusatzstoffe (sog. Additive), wie Farbstoffe, Stabilisatoren, z.B. gegen UV-Schädigung, Weichmacher oder Verstärkungsmittel, können die Eigenschaften je nach Anforderung und Einsatzgebiet weiter variiert werden.

Quellenangabe: Peter Eyerer, Einführung in Polymer Engineering

Unsere Produkte und Leistungen:

LDPE-Rezyklate

Bei LDPE (low density polyethylene) handelt es sich um Polyethylen mit stark verzweigten Polymerketten, was eine geringere Dichte (0,915...

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HDPE-Rezyklate

Bei HDPE (high density polyethylene) handelt es sich um Polyethylen mit schwach verzweigten Polymerketten, was eine höhere Dichte (0,94...

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Lohnarbeit

Wir führen auch Kunststoffrecycling als Lohnarbeiten durch. Gerne können Sie uns dazu kontaktieren.  

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